Der Multiplikator-Effekt: Wie smarte Serienaufkäufer den Gewinn über Nacht verfünffachen
- Mirko Barbaric

- vor 4 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
Es ist die Königsklasse der Wertschöpfung an der Börse, die von der breiten Masse oft unbemerkt bleibt. Das systematische Aufkaufen von hochprofitablen Privatunternehmen zu Schnäppchenpreisen. Wenn ein erfahrener Serienaufkäufer ein etabliertes, inhabergeführtes Spezialunternehmen für das circa 5-fache des operativen Gewinns (EBIT) übernimmt, klingt das zunächst nicht Spektakulär.
Die eigentliche Magie für die Aktionäre entsteht jedoch auf dem Börsenparkett. Da der Aufkäufer selbst an der Börse mit einem EBIT-Multiplikator von 25 gehandelt wird, wird jeder eingekaufte Euro über Nacht im Wert verfünffacht.
Diese enorme Bewertungsdifferenz lässt den Gewinn je Aktie schlagartig in die Höhe schießen. Ein exzellentes Geschäft für die Eigentümer, ein noch besseres für die eigenen Aktionäre.
Besonders brisant wird diese Strategie, wenn sich der Fokus auf einen aktuellen Megatrend richtet. Nämlich den rasanten Ausbau von Rechenzentren. Der unersättliche Hunger nach Daten und KI-Infrastruktur verlangt nach hochspezialisierter Elektrotechnik und massiven Energienetzen.
Wer sich hier rechtzeitig die raren Fachkräfte und exklusive Projekt-Pipelines sichert, reitet auf einer gigantischen Wachstumswelle.
Dass diese Strategie voll aufgeht, beweist ein Blick auf die Kursentwicklung. Im Inner Circle wurde die Aktie bereits vor einem Jahr gekauft. Seitdem hat sich der Kurs glatt verdoppelt. Und die Rallye geht weiter. Mit der Bekanntgabe der jüngsten Übernahme schoss die Aktie direkt wieder um über 16 % nach oben.
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